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Dieser Moment, dass man gestern von einer neuen Religionsgemeinschaft hörte, die 2005 gegründet wurde, die Pastafari. Und tut mir leid, dass ich lache, aber bei den Pastafari ist es so, es kommen alle in den Himmel und es gibt da die, es gibt da den Biervulkan und die Stripperfabrik. Also alle, auch die Bösen. Und bei den Bösen wird es dann halt so sein, da ist das Bier für den Oasch und in der Stripperfabrik kriegt man Geschlechtskrankheiten ab. Oh, scheiße. Ja, ich habe da Videos gefunden. Auf YouTube. Also, ich glaube eins war von, wann war denn das? Ich glaube Frühstück. Frühstücksmagazin oder so, da war es so, dass es die Diskussion gab mit einer evangelischen und katholischen Gemeinde, weil die Pastafari am gleichen Mast wie die anderen beiden Gemeinden quasi ihr Schild dran gemacht haben. Ja. Und zu der Zeit, wie das entstanden war, also der Fernsehbericht, war dann in der Stadt nur, ja, eine kleine Anzahl von Personen der Pastafari zugehörig. Kann man das so sagen? Und insgesamt sind es über 10 Millionen und ich komme darauf nicht klar. Ich komme darauf nicht klar, ihr Lieben. Das tut mir leid, aber ich komme darauf ernsthaft nicht klar. Und das fliegende, das fliegende Spaghetti-Monster, also stellt euch schon mal auf was ein. Ist jetzt die... Oh nein, seit gestern habe ich diesen Lachflash. Wenn es darum geht. Also ne, ne, ne.
Also, wir halten das so, ich muss hier ein bisschen aufpassen. Ich glaube an das fliegende Spaghetti-Monster. Ich glaube an das fliegende Spaghetti-Monster. Die Mutter, der niemals die Energie ausgeht. Der Mutter, die niemals die Energie ausgeht. Die Gebärende des sphärenklingenden Himmels. Die Gebärende des sphärenklingenden Himmels. Und der evolutionsfreien Erde. Und der evolutionsfreien Erde. Ich glaube an Bobby Henderson. Ich glaube an Bobby Henderson. Seinen Propheten. Seinen Propheten. Empfangen durch das World Wide Web. Empfangen durch das World Wide Web. Geboren von seiner lieben Mama. Geboren von seiner lieben Mama. Gelitten unter Kreationisten. Gelitten unter Kreationisten. Genervt, gelangweilt und veralbert. Genervt, gelangweilt und veralbert. Hinabgestiegen in das Reich des Fundamentals. Genervt, gelangweilt und veralbert. Hinabgestiegen in das Reich des Fundamentalismus. Am dritten Tage aufgestanden zwischen Deppen. Am dritten Tage aufgestanden zwischen Deppen. Seine Website angegangen. Seine Website angegangen. Sitzend vor seinem Laptop. Sitzend vor seinem Laptop. Dem Allzeit-Flatline. Dem Allzeit-Flatline. Von dort wird er kommen. Von dort wird er kommen. Zu parodieren die Dummen und die Drögen. Zu parodieren. Ich glaube an das World Wide Web, mit dem heiligen Pastafaritum, Gemeinschaft der Pastafari und ihres Monsters, Vergebung der Torheit, an den Biervulkan und an die Stripperfabrik. Und jetzt sagen wir alle gemeinsam, Ramen!
Das Spaghetti-Monster! Das ist eine krasse Geschichte. Und zwar ein Kirchenstreit im brandenburgischen Templin. Da streiten sich die sogenannten Pastafari. Was das sind, erzählen wir jetzt gleich. Die streiten sich mit der katholischen und mit der evangelischen Kirche, Achtung, um ein Schild. Das ist ein ganz besonderes Schild, ja. Um ein Schild, das auf der Straße steht. Anlass zur Sorge oder eigentlich mehr lustig? Vielleicht auch. Oder skurril, wie auch immer. Der Beitrag dazu aus Templin jetzt. Das ist ein Arm. Handgemenge um ein Schild. Die Straßenmeisterei hatte es in einer Nacht- und Nebelaktion entfernt. Jetzt musste sie es reumütig zurückgeben, was ist passiert. Templin in Brandenburg. 16.000 Einwohner, zwei Kirchengemeinden. Bislang. Vor kurzem kam eine dritte dazu. Die Kirche des fliegenden Spaghetti-Monsters. Ihr Glaube? Nudelgerichte machen glücklich. Und nach dem Tod stehen den Pastafari... ...so werden hier die Gläubigen genannt... ...im Himmel ein Biervulkan, sowie eine Striptease-Fabrik zur Verfügung. Das Pastafaritum, jedenfalls so wie es die Kirche des Fliegenden Spaghetti-Monsters Deutschland lebt... ...ist weder eine Religion, noch eine Satire oder gar ein Spaß. Wir verstehen uns als Weltanschauungsgemeinschaft. Als solcher haben wir feste Ziele, die sind in unserer Satzung festgelegt und deshalb erwarten wir auch, dass wir ernst genommen werden. Das fällt Außenstehenden zunächst mal schwer. Bislang gibt es rund 130 Aktive in Deutschland. In Templin sind es genau drei. Ich glaube an das World Wide Web mit dem heiligen Pastafaritum. Ich glaube an das World Wide Web mit dem heiligen Pastafaritum. Gemeinschaft der Pastafari und ihres Monsters. Gemeinschaft der Pastafari und ihres Monsters. Vergebung der Torheit. Vergebung der Torheit. Vergebung der Torheit. An den Biervulkan. An den Biervulkan. An den Biervulkan. Und an die Stripperfabrik. Und an die Stripperfabrik. Und an die Stripperfabrik. Amen. Amen. Die Messen der Spaghetti-Monster-Gläubigen, sie stören in Templin niemanden. Aber dass sie ihr Schild am selben Mast wie die beiden anderen Kirchen befestigen, das stört dann schon. Weil das völlig unpassend ist und gegen dem, was da passiert ist, das ist ja gegen die Kirchen auch gerichtet. So verstehe ich das. So verstehe ich das. Also passt das da einfach nicht hin. Und so kommt es irgendwie dazu, dass die Straßenmeisterei der Stadt das Schild einfach abschraubt. Dann aber zurückgeben muss. Wenn auch nicht gerne. Das ist ein Amt. Die Leute sind von dem offiziellen Amt zum Rappi geordnet. Was sind jetzt nötig für den Film? Der Bürgermeister sieht das Ganze deutlich gelassener. Es gibt Leute, die in dieser Vereinigung aktiv sind. Und warum sollen sie nicht das Recht haben, auch ihr Schild entsprechend aufzuhängen? Und die Größe ist ja akzeptabel. Also wir in Templin können damit gut leben. Und auch die drei Pastafari von Templin, übrigens Vater, Mutter und Sohn, können das. Immer in der Hoffnung, dass sie später wirklich mal beim Biertempel und der Stripperfabrik landen. Und nun ist die Messe aus und jetzt gehen wir ins Haus. Und was wünschen sich die Anhänger des amerikanischen Begründers Bobby Henderson für die Zukunft? Die Zukunft ihrer Kirche? Des fliegenden Spaghetti-Monsters? Eigentlich, dass es weiter so bleibt, wie es ist. Dass wir uns verstehen, dass wir uns austauschen können. Dass die Gemeinde größer wird vielleicht. Und dass irgendwann... Ah ja, also liebe Templiner, nicht verpassen. Am Freitag um 10 Uhr ist wieder Messe. Und da gibt's leckere Nudeln. Wer's vergisst, kann's ja auf dem Schild nachlesen. Also, solange es nicht wieder irgendjemand abschraubt.
Hi und herzlich willkommen bei Lehrer Schnitt. Heute habe ich ein schönes Thema. Auf dem ersten Moment ist es ein bisschen, sagen wir mal, komisch, aber gebt mir eine Sekunde und am Ende sagt ihr, so blöd ist das gar nicht. Und zwar geht es um die Kirche, Religionsgemeinschaft oder wie man auch immer will, das fliegende Spaghetti-Monster. Tja und fangen wir vorne an. Diese Religionsgemeinschaft gibt es seit 2005, natürlich in Amerika entstanden, aber die Entstehung ist interessant. Sie ist nämlich von einem, hört gut zu, Physiker gegründet worden. Und der Bobby Henderson, so heißt er, der hat das nicht gemacht, weil er vielleicht tatsächlich ans Spaghetti-Monster glaubt, sondern es geht um Proteste. Und zwar könnt ihr euch vielleicht noch daran erinnern, es gibt in Amerika eine Bewegung, oder gab es, wahrscheinlich gibt es die immer noch, die wollte, dass in den amerikanischen Schulbüchern neben der Evolutionstheorie gleichberechtigt auch der Kreationismus, also die Entstehung von Leben durch göttlichen Einfluss aufgeschrieben wird. Okay, in einigen Bereichen ist es dann auch so gekommen. Und da hat eben die Kirche des fliegenden Spaghetti-Monsters gesagt, hey super. Gut. Dann wird der ja der Erschaffer das fliegende Spaghetti-Monster gewesen sein. Und jetzt sagt ihr, hä fliegendes Spaghetti-Monster? Und eigentlich geht es ihm um folgende Kritik. Er möchte eben nicht, dass in Schulbuchern Dinge stehen, die eben nicht auf naturwissenschaftlicher Basis bestehen oder bestehen können. Und da ordnet dieser Physiker eben den Kreationismus ein. Und als Beweis führt er sozusagen seine Spaghetti-Monster-Kirche an. Und er setzt sogar noch einen drauf. Er sagt nämlich klipp und klar, hey, ich glaube so fest an meinen Spaghetti-Monster, wenn ihr mir also beweisen könnt, dass es das Spaghetti-Monster nicht gibt, also mit empirischen Beweisen, dann zahle ich euch 250.000 US-Dollar-Preisgeld. Mittlerweile ist das Ganze schon erhöht worden auf eine Million. Und natürlich, weil er weiß, das Geld wird er nie auszahlen, weil wie willst du Gott oder einen Gott empirisch nachweisen? Tja, und um das Ganze dann auch noch auf die Spitze zu treiben, hat er noch so ein paar Dinge über die Religion erklärt. Ich zähle sie nicht alle auf und ich hoffe, ihr alle versteht die Ironie. Selbstverständlich gibt es in seiner Religionslehre keine Gravitation. Klar ist er Physiker. Das ist nämlich das Spaghetti-Monster, welches mit seinen Spaghetti-Fingerchen uns alle auf den Boden drückt. Und natürlich ist Herr Henderson selber der Prophet und kann alles interpretieren. Und die oberste Lebensdirektive, also wenn du ein guter, guter Gläubiger im Spaghetti-Monster-Universum bist, dann fragst du dich immer, was würde jetzt ein Pirat tun? Und außerdem soll man sich auch wie ein Pirat kleiden. Und wenn man dann irgendwann in den Spaghetti-Monster-Himmel kommt, dann ist man gut versorgt mit Chips und Bier. Und damit dann auch jeder versteht, was damit gemeint ist, erklärt er auch noch verschiedene andere Dinge, um die Sache einfach auf die Spitze zu treiben. Zum Beispiel steht in seinen Statuten, dass eben Piraten cool sind. Und die Erderwärmung entsteht eben nur deswegen, weil es zu wenig coole Piraten gibt. Und natürlich kann er das auch empirisch begründen. Denn in Somalia, ihr erinnert euch, da wo es nun mal statistisch die meisten Piraten gibt, tja, da ist die Erderwärmung am geringsten messbar. Also hey, bewiesen! Und nun ist es in Deutschland zu einem Gerichtsverfahren gekommen. Und hier klagt die Spaghetti-Monster-Kirche um Gleichberechtigung. Und zwar geht es erstmal um eine Kleinigkeit. Sie möchte eben bei diesen Ortsein- und Ausgangsschildern, kennt ihr diese Kirchenschilder? Da steht dann meistens evangelischer Gottesdienst, katholischer Gottesdienst. Und da sollte jetzt, oder wollte die Spaghetti-Monster-Kirche, eben auch den Spaghetti-Gottesdienst stehen haben. Und hier hat jetzt ein Gericht in Brandenburg gesagt, ne, gibt's nicht, ihr seid gar keine Religion, ihr wollt das alles nur verarschen. Tja, und weil das alles noch nicht verrückt genug ist, hat jetzt die Spaghetti-Monster-Kirche gesagt, sie wollen das Ganze jetzt durchklagen. Und zwar geht es ihnen um Gleichberechtigung. Wenn also die katholische oder evangelische Kirche nicht beweisen kann, dass es Gott gibt, tja, dann muss doch die Spaghetti-Monster-Kirche auch nicht beweisen, dass es kein Spaghetti-Monster gibt. Das Gericht weist das zumindest in erster Instanz ab und versteht eben diese Spaghetti-Monster-Kirche auch durchaus als Satire. Aber die, man weiß nicht, ob es stimmt, 10 Millionen Mitglieder wollen das Ganze jetzt durchziehen. Wohlgemerkt weltweit 10 Millionen. Und jetzt muss man das Ganze mal abwarten. Also, zwei Dinge. Zwei Dinge muss man heute lernen. Alle wissen jetzt, was das Spaghetti-Monster und die Spaghetti-Monster-Kirche ist. Und wenn man weiß, was der Hintergrund vom Spaghetti-Monster ist, dann kann man das zumindest nett belächeln und sagen, naja, irgendwie hat es ja einen Sinn. Also, ihr wisst Bescheid. Okay, das war's.
Ich glaube, jetzt könnt ihr mich verstehen, wieso ich einen Lachweich kriege die ganze Zeit, wenn es darauf geht. Ja. Gut. Ich hoffe, es geht euch soweit gut. Und ja, genau.