Andere

Blinde Erziehung in Deutschland

Założony przez gadaczka 32 wpisy ostatni wpis 2 lata temu Strona 2 z 2

#21

tja, währst du mal nach Ilvesheim gegangen.

Nun, für deine weitere kariere, ist der schlechte grundstein dann gelegt. Außer du versuchst danach noch weiterführend nach Ilvesheim zu kommen, oder spätestens nach stuttgart. Dort kannst du einen Vernünftigen abschluss machen!
Seelig sind, die nichts sehen und doch Glauben!

#24 1 polubienie

Ja, mit der Tastatur ist's viel schneller. Da muss man nur eine Taste für einen Buchstaben drücken und wenn sich das dann noch auf beide Hände verteilt, etwa wenn man das Zehn-Finger-System einsetzt, geht das richtig schön schnell. Aber das ist jetzt eine andere Geschichte.

#25

Übrigens, wen's interessiert, ich war auf derselben Schule wie Erik Röser und Armin, bis ich dann zur fünften Klasse auf die Blista in Marburg gewechselt bin. Ich bin momentan mit Etno in einer klasse.

#28

Aus meiner Klasse nur Etno, von der Blista noch der Kippelkevin. Den habe ich schon evig nicht mehr hier online gesehen, aber letztes Jahr im Dezember habe ich ihn besucht.

#29

Ich bin auch an der Blista. In der Klasse 11b. Ich war bisher nur an Blindenschulen. Außer der Blista war ich sehr sehr lange in Ilvesheim.

#30


Huhu,
Wenn ich auch mal meinen Senf dazugeben darf: Ich habe nicht alles durchgelesen, aber gewisse Dinge kommen, gerade durch den Lehrermangel, sehr zum Vorschein Erschwerend kommt noch hinzu, dass diejenigen, die sich gerade jetzt, für das Lehramtsstudium und der von der Politik genannten Punkte entscheiden, oft keinen Job kriegen.
In der im Blog erwähnten Exotenpraxis war eine Tierärztin, die vorher Sonderschulpädagogik studiert und auch beruflich tätig war, sich aber dann, aus welchen Gründen auch immer, sich für das Tierarztstudium entschieden hat. Ich hatte sie eine weile miterlebt und irgendwann, wann auch immer, hatte sich in richtung Geflügel umorientiert. Ich weiß nicht, was ihre Beweggründe waren, aber letztendlich war das ihre Entscheidung aus vollem Herzen und auch Stücken, die ich, egal wie sie zustande kam, nachvollziehen kann.
Was die selbststänigkeit betrifft, kann ich sagen, dass ich mittlerweile so weit bin, dass ich Wellensittiche halten kann und darf und das ist etwas, was mir bisher großen Spaß macht, auch, wenn es die einen oder anderen Sorgen und Hindernisse gibt, die es zu überwinden gilt.

#31

Transkrypcja

Hallo, hier ist Sebi123 zu dem Thema Schulen. Äh, kann ich auch mal kurz mal selbst dazugeben, das mache ich jetzt mal kurz bei Sprachnachricht, weil es ein bisschen einfacher geht für mich. Ähm, ja, bei mir war das Problem, ich bin mit 22 Schülern, äh, in einer, oder, ja, ist ja gut, 21 Schülern oder 22 Schülern, ähm, in der Klasse gewesen. Und da war das dann so, dass ich, ja, oftmals sehr gut mitgekommen bin. Das Problem war, dass meine Klassenlehrer, es waren nur zwei, am Anfang nur eine, glaube ich. Ich hatte immer einen Höchstlehrer dabei, von der ersten bis zur zehnten Klasse komplett. Ähm, der hat auch eine Ausbildung in Hannover gemacht. Irgendwie eine Schulung. Das heißt, er konnte sich, kannte sich auch ein bisschen mit blindentechnischen Sachen aus. Also zum Beispiel in Punktschrift Sachen schreiben. Das hat dann später durch den Rechner, den ich gekriegt habe, hat es uns ein bisschen erleichtert. Aber, ja, man hat halt so gemerkt, dass einige Blindenhilfsmittelversorgung eben nicht mit der Zeit gegangen ist. Wie zum Beispiel, äh, die haben sich sehr oft an der Borgwegschule, bei uns in Hamburg, äh, äh, orientiert nach dem Motto, ja, die Sachen haben sie an der Borgwegschule auch. Das bestellen wir dir jetzt, das ist super. Und dann habe ich dann die gleichen Sachen bekommen, die die auch in der Blindenschule haben. Ich hatte aber keinerlei Möglichkeiten, irgendwie irgendwas anzufassen oder Ausdruck probieren und dann zu sagen, okay, das ist für den Unterricht cool oder nicht. Äh, das, ähm, Problem war ja auch, wo ich dann später, äh, in der Schule, äh, in der Schule, äh, in der Schule, äh, in der Schule, äh, in der Schule. Und später den Rechner bekommen habe. Wir haben wirklich Schüler gehabt, die haben in der fünften, sechsten Klasse schon am Rechner gesessen und haben, äh, Textverarbeitung und sowas gemacht. Das war so ein alter PC mit zwei Diskettenlaufwerken, wo man dann mit drei oder vier verschiedenen Disketten das DOS erstmal hochfahren musste. Und dann hat erstmal eine Viertelstunde, ist erstmal eine Viertelstunde fürs Hochfahren draufgegangen. Von einer, von einer dreiviertel Stunde Unterricht oder zwei, ja, doch, eine war's. Und, äh, dann, ja, hab ich halt nur da gesessen und immer zugehört und zugehört und Sachen erklärt bekommen und Sachen erklärt bekommen. Und, äh, sorry. Und, äh, dann war es so, dass eben die, ja, die Schule, eigentlich fast nie ausgefallen ist so nicht vor einer wie gesagt in der regelschule also integrationsklasse von der ersten bis zur zehnten klasse und ab der fünften klasse gab es dann eine neue schüler aufteilung das heißt oder in der sechsten musste auf jeden fall dann neue kontakte knöpfen und dann kamen wir natürlich alle in die pubertät und dann haben sich leute natürlich für mich nicht mehr interessiert und das war sehr schade weil ich dann teilweise wirklich als einzelgänger dann alleine in der pause rum gestanden habe am ende waren dann noch drei freunde über die sich wirklich den rest der schuljahre sich um mich gekümmert haben auch mit denen habe ich mich auch zu hause privat getroffen und so natürlich musste mich dann meine mutter auch immer hinfahren und abholen und so was ja das war schon ein bisschen schwierig und noch dazu dass mit meiner mutter selber dann mir wege nicht zugetraut hat eben wegen meiner spastik wie man eine lernbehinderung ganz klein bisschen und konzentrationsschwierigkeiten gab es am anfang auch ja und dann hat sie mich jeden tag zur schule hin und zurück gefahren und ja von fahrdiensten war sie sowieso nicht begeistert weil da eben kein eingespieltes team sehr oft war und das ist ja heute immer noch so und es wird auch nicht besser ganz im gegenteil habe ich so die erfahrung gemacht auch bei der arbeit jetzt dass man teilweise früher wirklich den anruf bekommen ich bin der und der fahr dich morgen wann soll ich dich denn abholen morgen welche uhr wo musst du dann sein das war früher noch richtig gut von ich glaube so vor 20 15 jahren vielleicht und jetzt kriegen die leute den zettel reingereicht und nach dem motto du machst hat schon und dann gibt es auch leute die eben fahrdienste machen aber die halt nichts gegen ausländer aber die hat super schwer deutsch sprechen super schlechtes deutsch reden und dann kann man gar nicht richtig unterhalten und englisch können sie dann auch nicht und das ist dann immer immer schwieriger aber ich glaube die fahrt auch richtig gut und auch für mich war das ist ja und das ist ja nicht so dass man nicht zu weit weg muss und es ist ja auch ein bisschen schwer zu sagen was für eine fahrt es ist aber es ist ein bisschen schwer zu sprechen weil das ist ja der fahrer der fahrer eine fahrt ist ja der fahrer das ist ja das ist ja nicht die fahrt ist ja ein bisschen schwer zu sagen aber ja aber auf jeden fall war es so dass dann wo ich dann nach hannover kam in das büro vorbehaltungsjahr habe ich gemerkt dass man dann auch in der klasse mit sechs schülern natürlich besser unterrichtet werden kann aber man hat da auch komische leute gehabt und ja das irgendwie hat mir die zeit in der regelung Regelschule besser gefallen, muss ich sagen, als in Hannover, weil über zwei Wochen dann meine Mutter auch nicht sehen und so, das war schon schwierig. Und wenn man da nicht selber irgendwas gemacht hat, dann hat man in seinem Zimmer gesessen und ja, keine Ahnung. Und dann kam es ja auch noch darauf an, in welcher Gruppe man war, wenn man dann bei den Leuten war, die nicht so fit waren, dann hat man auch schon ein bisschen verloren gehabt. Weil die Betreuer dann auch nichts mit einem unternommen haben oder so. Das war halt sehr, sehr schwierig, auch damals schon. Ja, aber ich fand es halt schade, dass die Interessen irgendwann auch auseinandergegangen sind, dass man dann sich nicht mehr für mich interessiert hat oder ich nicht mehr für die, weil die Schüler es vorgezogen haben, Basketball und Fußball zu spielen in der Pause. Und ich stand dann... Und ich stand da und denke so, ja, okay, ich bin auch noch hier, aber ja, keine Ahnung. Also es hatte seine Vorteile mit dem Hilfslehrer auch, aber es hatte auch seine Nachteile.

#32

Transkrypcja

Hallo, hier ist die Bibliothek 23 und heute mal eine fröhliche Nachricht mit den ganzen schulischen Geschichten. Ich meine, es ist sehr schwierig gewesen mit Selbstständigkeit, weil meine Mutter dann auch ein bisschen ängstlich war und gesagt hat, ja, wenn, ja, da hat man dann immer so als Lehrer gefragt, jo, wie wärs denn mal, wenn Sebastian den Weg lernen könnte. Ja, und die war dann durch Fahrdienste und die war schon voreingenommen und oh Gott, da kann ja so viel passieren. Ja, und dann ist in mir natürlich der Gedanke so aufgekommen, jo, bei Mutti ist es natürlich am besten und wie auch immer und keine Ahnung, was natürlich nicht immer so gestimmt haben muss. Ja, und auch so mit Freunden treffen hat sich natürlich schwierig erwiesen, weil ich musste überall hingefahren werden. War also nicht der Selbstständigste und natürlich auch ein langsamer Lerner, bin ich immer noch und das ersperrt mir dann doch auch jetzt auf der Arbeit einiges sehr viel. Es gibt bei uns ein Bandprojekt, wo ich drin spiele. In der Bahner Straße 16, ein soziales, also ein Netzwerk für behinderte und nichtbehinderte Menschen, die aber anstatt Werkstattarbeiten Musik machen und bildende Kunst, also halt richtig mit Videotheater und einmöglichen Kram. Und da habe ich dann auch das Problem, dass ein Mensch mit einer Einschränkung sagt, oh, ich möchte für den nächsten Auftritt am Schlagzeug sitzen. Also ich versuche, an die Hunde zu spielen. Dann werde ich eben auch mal üben. Ja. Dann wurde auch vercheckt, dass es letztens Vatertag ist. D.h. wir hatten keine Möglichkeit mehr als komplette Band zu üben, wir üben nur einen Tag in der Woche, nämlich den Freitag und weil da die Honorarkräfte am besten können. Und in der restlichen Woche sind die Leute eben nicht da. Ja, auf der, auf unserer Arbeit. Ja, die können, also kennen also unsere Musikpapiere und können das dann auch nicht so gut. also unsere ganzen Abläufe dicht. Das heißt, dann wird irgendwie eine Mail an die Chefin geschrieben, ja, guck mal, dass der Schlagzeuger auch richtig übt oder so. Und dann heißt es, ja, nee, das ist eure Aufgabe und dann wird die Verantwortung hin und her geschoben. Und dann habe ich auch gesagt, nee, dann müsst ihr euch dann drum kümmern. Und dann, oder vielmehr habe ich dann gesagt, dass ich ein bisschen Sorge habe, dass der Drummer das dann vertagt, weil er auch ein bisschen Gedächtnisschwierigkeiten hat und so weiter. Und der kommt dann, wir kommen dann alle alles ein bisschen aus diesem Werkstattding nach dem Motto, wir machen halt das, was man uns so sagt. Und dann kommt aber die Chefin und sagt, ihr könnt ja auch mal selbstständig, aber wir sind schon so ein bisschen verheiratet. Ja, ja, ja. Wir sind schon so in diesem Ding drin von der Werkstatt, dass wir eben manchmal eben nicht selbstständig uns Aufgaben suchen können. Also einige von uns, nicht alle, ich schon, aber einige halt auch nicht. Ja, sowieso hat er mir gesagt, ich soll das machen oder so. Ja, und dann wird es sich sehr schwer getan, damit einfach mal eigene Sachen zu suchen. Und ja, und das ist dann natürlich irgendwie sehr schwierig und dann wird dann mal das, ja, der und der hat aber gesagt, ich soll das und das machen. Und dann wird immer das als Argument genommen und ja. Oder unser ehemaliger Chef hätte jetzt so und so das so und so gehandhabt, obwohl der schon ewig nicht mehr da ist. Das ist halt schon, wir arbeiten halt seit Ewigkeiten in diesem Proberaum ohne Fenster irgendwie und ja. Wenn man da jetzt, wenn da jetzt jemand kommt, und möchte das komplette System auf einmal ändern, dann ist das für einige Leute richtig schwierig oder fast schon unmöglich, weil es halt nicht gewohnt ist, ne, so. Ja, und dann haben wir das letzten Endes hinbekommen, dass der Schlagzeuger für eine halbe, dreiviertel Stunde üben konnte. Aber das ist auch, wie gesagt, in der, nicht außerhalb der Schule, auf der Arbeit, gibt es auch Stolpersteine und ja, wenn dann unsere Band, also Leiter haben wir ja gar nicht, aber unsere Band, Leute, die, wo man so denkt, jo, die sind im höheren, im stärkeren Hebel, sag ich mal, wenn man dann so denkt, jo, was die sagen, ist Gesetz, so nach dem Motto. Wenn die aber dann nichts sagen und man dann selber klarkommen muss, so nach dem Motto, ja, guck mal, dass du übst und, wir wollen, dass du fit bist oder so und ja, da haben wir dann auch private Sachen mit, mit irgendwelchen Müttern, irgendwie die dann sagen, wieso, ihr habt aber in der Mail geschrieben, ihr übernachtet im Hotel und nicht in der Künstlerwohnung, was soll denn das? Also so richtig komische Argumentationen, da denke ich so, das ist unser Job und das kann dir doch als Mutter scheißegal sein, Hauptsache der Sohn kommt abends oder, oder die Tochter kommt dann abends in der Nacht wieder wohlbehalten zurück und so, ne. Oder dann du darfst kein Bier trinken oder bla, also, ach, keine Ahnung, alle möglichen Sachen gibt es da, wo ich dann so denke, ja, nee, also da bin ich wahrscheinlich noch gut davon gekommen, aber es gibt vielleicht Leute, die haben es nicht leichter und nur weil die eben ein bisschen Gedächtnisschwierigkeiten haben, wird da gleich alles gesagt, du hältst die, nach dem Motto, alles übernommen, nach dem Motto, du hältst die Klappe, das mache ich. Ja, es ist schon, wenn man das so mitbekommt und er sagt dann, derjenige sagt dann immer, jo, kann ich doch nicht für, wenn meine Mutter das so sagt, ist das so und fertig. Da habe ich auch gesagt, Jung, wie alt bist du eigentlich? Aber das gibt es natürlich dann leider auch schon in der Schulzeit und das ist dann sehr oft bei uns, mir ist in Deutschland aufgefallen, dass es halt so ist. Solche und solche. Und wenn die Leute eben von vornherein bei Mutti aufgewachsen sind als Kind und die ganze Zeit und man dann irgendwie sowas zu hören bekommt, mein Sohn kann das aber nicht oder meine Tochter kann das aber nicht, weil blind oder wie auch immer, das ist dann schon ein bisschen blöd. Genau. Ich wünsche euch was.